Ölheizungen bis 2035 erlaubt!

Mit der ökosozialen Steuerreform der Bundesregierung sollen die österreichischen Klimaziele bis zum Jahr 2040 erreicht werden. Im Fokus steht die Reduzierung von Treibhausgasen. Besitzer von bestehenden Ölheizungen können ihre Heizung bis 2035 betreiben. HeizOel24 klärt auf!

Dürfen Ölheizungen weiterhin betrieben werden?

Ja, erstmal! Allerdings haben Bund und Bundesländern ein mehrstufiges Programm für die Dekarbonisierung des Wärmemarkts bis 2040 ausgearbeitet. Dieses sieht vor, alle mit fossilen Brennstoffen betriebenen Heizungen sukzessive gegen Anlagen auf Basis erneuerbarer Energieträger auszutauschen.

Seit 2020 ist es bereits verboten, Ölheizungen in Neubauten zu installieren. Doch gibt es für die Besitzer der etwa 540.000 bestehenden Ölheizungen in Österreich noch keinen Handlungsbedarf. Hier greift ein Bestandsschutz, der das Heizen mit Öl bis 2035 ermöglicht. Falls Sie allerdings mit dem Gedanken spielen, Ihre alte Heizung auszutauschen, müssen Sie seit 2022 auf eine nachhaltigere Alternative ausweichen.

Ab 2025 müssen Ölheizungen, die älter als 25 Jahre sind, Schritt für Schritt ausgetauscht werden und bis 2035 sind sämtliche Ölheizungen stillzulegen. Der Wechsel auf eine Gasheizung ist jedoch nicht zu empfehlen. Denn auch hier gilt: Ab 2025 darf kein fossiles Gas mehr in Neubauten genutzt werden.

Das Ziel der Bundesregierung ist es, ab 2040 keine fossilen Brennstoffe für die Wärmeversorgung von Gebäuden zu verwenden. Diese soll ausschließlich über erneuerbare Energiequellen erfolgen.

Wird Heizöl durch die CO2-Besteuerung unbezahlbar?

Nein! Heizöl wird zwar teurer, bleibt aber aus Kostensicht ein attraktiver Brennstoff.

Um die Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brenn- und Kraftstoffe (insbesondere Heizöl, Flüssiggas, Erdgas, Kohle, Benzin, Diesel) einzuschränken, hat die Bundesregierung eine CO2-Bepreisung festgelegt. Seit dem 01. Juli 2022 müssen alle Unternehmen, die fossile Brenn- und Kraftstoffe in Österreich herstellen oder ins Inland importieren eine Abgabe je Tonne CO2 zahlen, die bis 2025 schrittweise steigen soll. Die Mehrkosten der Verbraucher können dann durch einen neuen Klimabonus von bis zu 200 Euro pro Jahr und Person kompensiert werden. Die Höhe des Bonus ist abhängig von dem Wohnsitz.

Jahr

Preis pro Tonne CO2

2022

30 Euro pro Tonne

2023

32,50 Euro pro Tonne

2024

45 Euro pro Tonne

2025

55 Euro pro Tonne

2026

über Emissionshandel

Um wie viel steigen meine Heizkosten?

Seit 2022 zahlen Ölheizer eine CO2-Gebühr, die sich bis 2025 jährlich erhöht. Verbraucher müssen bis dahin voraussichtlich zwischen 9,5 Cent und 17,6 Cent mehr pro Liter rechnen.

Aber: Wer clever einkauft, kann den CO2-Preis mehr als kompensieren. Der Heizölpreis ist eng gekoppelt an den Ölpreis und unterliegt täglichen Schwankungen. Wer Heizöl kauft, kennt sich mit dem Auf und Ab der Preise aus. 2020 schwankte der Preis um 30 Cent pro Liter. 2021 waren es sogar 35 Cent vom Jahreshoch zum -tief.

Bezogen auf einen Jahresverbrauch von 3.000-Litern kostet Heizöl 2022 ca. 285 Euro mehr pro Jahr. Allein die Preisschwankung 2021 betrug allerdings mehr als 900 Euro. HeizOel24 stellt zahlreiche Hilfsmittel und Marktinformationen zur Verfügung, um einen guten Kaufzeitpunkt zu erwischen.

Erdgas ist übrigens ebenfalls teurer! Auch hier greift derselbe CO2-Preis.

Kosten für Heizöl

Jahr

geschätzte CO2-Gebühr pro Liter

Mehrkosten pro Jahr (3.000 Liter)

2022

9,5 Cent

285 Euro

2023

10,4 Cent

312 Euro

2024

14,4 Cent

432 Euro

2025

17,6 Cent

528 Euro

Gut zu wissen

Mit der ökosozialen Steuerreform wurde das Aus der Ölheizung ab 2035 beschlossen. Bis dahin können Bestandsheizungen, die nicht älter als 25 Jahre sind, problemlos weiterbetrieben werden. Ab 2040 wird es in Österreich keine Wärmeenergie für Gebäude mehr geben, die durch fossile Brennstoffe erzeugt werden. Dann sollen nur noch erneuerbare Energiequellen genutzt werden, um nachhaltig und klimafreundlich zu heizen.